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Mi., 12. Jun. 2019

100 Tage im Amt: Prof. Dr. Lux zieht erste Bilanz

Prof. Dr. Michael Patrick Lux, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH Prof. Dr. Michael Patrick Lux, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH Foto: St. Vincenz-Krankenhaus/Winkelheide

Chefarzt der Frauenklinik setzt auf weitere Zentrenbildung am Standort Salzkotten

Paderborn/Salzkotten. Prof. Dr. Michael Patrick Lux ist seit 100 Tagen neuer Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH Paderborn. Zeit für eine erste Bilanz.

„Ich habe mich in Paderborn bereits sehr gut eingelebt. Meine Familie zieht nun nächsten Monat nach und freut sich schon sehr auf die Stadt und die Menschen. Sowohl die Offenheit und Motivation der Kolleginnen und Kollegen als auch der hohe Teamgeist in der Frauen- und Kinderklinik St. Louise und im St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten haben mir den Start wirklich leicht gemacht. Ganz besonders beeindruckt mich Tag für Tag mein neues Team – alle stecken unglaublich viel Herzblut in die Behandlung und Pflege der Patientinnen“, freut sich Lux, der zuvor als stellvertretender Direktor der Frauenklinik am Universitätsklinikum Erlangen tätig war. Entschlossen hat er sich für die Zukunft feste Ziele gesetzt: Neue Schwerpunkte setzen und alte ausbauen.

Mit Spitzenmedizin und menschlicher Fürsorge will der Professor den guten Ruf der Klinik weitertragen. Für die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Paderborn und Salzkotten möchte er synchrone Abläufe schaffen, damit beide Häuser voneinander profitieren. „Überzeugen können wir nur durch Qualität. Daher strebe ich an, neue Zentren zu bilden und einen hohen Spezialisierungsgrad bzw. unterschiedliche Schwerpunkte für beide Standorte zu schaffen. Für die Paderborner Klinik wird das neben dem Bereich der Geburtshilfe und Frühgeborenenintensivmedizin die onkologische Versorgung sein – neben vielen anderen diagnostischen und therapeutischen Methoden auch die Rekonstruktion der Brust nach einer Krebserkrankung und ein umfangreiches Studienangebot“, berichtet der neue Chefarzt. Jedoch beschränke sich die Brustrekonstruktion nicht nur auf Krebserkrankungen; auch angeborene Fehlbildungen, wie Asymmetrie oder Fehlen von Brustgewebe sind im Fokus des therapeutischen Angebotes.

Auch für das Salzkottener Krankenhaus hat er bereits Pläne: „Die St. Josefs-Geburtshilfe hat einen fantastischen Ruf und erfreut sich großer Beliebtheit. Zudem ist sie bundesweit führend bei Wassergeburten. Den Spitzenwert von 15 % möchten wir weiter hochhalten. Im Bereich der Gynäkologie plane ich in Salzkotten einen Schwerpunkt in der Endometriose-Versorgung. Ein extrem wichtiges Thema, das für Frauen mit hohem Leidensdruck und Einschränkung an Lebensqualität verbunden ist.“ Es wird geschätzt, dass deutschlandweit eine Millionen Frauen betroffen sind, die unter den Folgen, wie chronische Unterleibsschmerzen leiden. Hier gibt es somit noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten und Versorgungsstrukturen aufzubauen. Mein Ziel ist die Bildung eines Endometriosezentrums am St. Josefs-Krankenhaus.

„Häufig dauert es sieben Jahre von den ersten Symptomen bis zur Diagnose“, weiß Lux. In vielen Fällen helfe eine konservative Therapie. Die Diagnose der Endometriose erfolgt aber zunächst mit einem minimal-invasiven Eingriff, in dem sich diese bereits effektiv behandeln lässt. Die OP mittels der Schlüsselloch-Chirurgie ist mit Hilfe moderner Technik in der Lage, mit nur wenigen kleinsten Schnitten Verwachsungen und Endometrioseherde komplett zu entfernen. Dafür sind Prof. Lux und PD Dr. Ralf Steinert, Chefarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie, bereits im engen Austausch.

 

Endometriose

Die Endometriose ist eine weit verbreitete chronische, jedoch häufig gutartige Erkrankung junger Frauen – sie ist die zweithäufigste in der Gynäkologie. Sie entsteht, wenn Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter wächst. Schleimhautzellen ‚verirren‘ sich beispielsweise im Becken, am Eierstock oder Darm und verursachen starke Schmerzen.

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