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Firmennews zur Corona-Zeit
 
Mi., 01. Apr. 2020

Löckenhoff & Schulte GmbH

Wie geht es den deutschen Fahrradfachhändlern in Zeiten von Corona und dem politischen Appell zu „Social distancing“? HEGGEMANNMEDIEN war bei einem der größten Radhändlern in NRW, der Löckenhoff & Schulte GmbH in Paderborn/Lippstadt, und sprach mit Geschäftsführer Ingo Pahrmann über die aktuelle Situation.

Herr Pahrmann, mir war aufgrund der aktuellen Presselage nicht klar, ob Radgeschäfte nun „systemrelevant“ sind und offenbleiben oder geschlossen werden. Was ist denn der Stand der Dinge?
Ich kann nur für unsere Standorte in Lippstadt und Paderborn sprechen. Unser Ladengeschäft hat für die Abgabe und Abholung von Reparaturen geöffnet. Der Hol- und Bring-Service sowie die Werkstatt laufen ebenfalls weiter. Wie es in anderen Bundesländern oder gar Regionen aussieht, kann ich nicht sagen, da es unterschiedliche Regelungen gibt. In Berlin hat zum Beispiel auch der Radverkauf noch offen. Ich würde jedem empfehlen, sich vor dem Besuch beim Radhändler über dessen Homepage zu informieren.

Wer ein Rad nutzen will, kann immer noch eines bei Ihnen kaufen oder in der Werkstatt Instand setzen lassen?
Ja, unsere Antwort auf die Coronakrise heißt Click & Collect. Kunden können ihr Rad bei uns online bestellen und in der Warenausgabe abholen, oder wir bringen es mit unserem Bring-Service fahrfertig direkt zum Kunden nach Hause. Das gilt für Kunden in unserer Region; deutschlandweit versenden wir via Spedition.


Es scheint, als wären Sie für diese Situation gut gerüstet.
Naja, ich würde sagen, wir stellen uns dieser speziellen Situation, so gut es eben geht. Unser Verkaufsteam verlegt seine Leistung nun mehr in den digitalen Bereich und die telefonische Beratung. Auch die Werkstatt haben wir aufgestockt mit Mitarbeitern aus der Neuradmontage, um schnelle Reparaturen gewährleisten zu können.

Das klingt vernünftig und so, als ob Sie damit auch einen Beitrag zur Eindämmung der Coronakrise leisten. Das Fahrrad jetzt zu nutzen, wird ja vielfach von Politikern und Medizinern empfohlen.
In Zeiten von „Social distancing“ im Straßenverkehr und der Stärkung der Lunge durch leichte sportliche Betätigung wird dem Fahrrad eine wichtige Rolle zugewiesen, die Corona-Pandemie einzudämmen, das stimmt. Klar wollen wir hier auch einen Beitrag leisten und den Menschen durch eine gute Beratung und schnellen Werkstattservice zum Radfahren verhelfen. Rein wirtschaftlich haben wir aber genauso mit der Krise zu kämpfen wie viele andere Großbetriebe auch. Wir haben über 90 Mitarbeiter und fixe Kosten, und dieser Service ermöglicht es uns, einen Teil unserer Aktivitäten aufrecht zu erhalten.


Wie hat sich die Krise auf ihr Unternehmen ausgewirkt und wie gehen sie damit um?
Wir haben schon in der Woche vor Schließung des Ladenverkaufs einen spürbaren Rückgang an Kunden festgestellt. Die Menschen wurden vorsichtiger und mieden große Geschäfte wie unsere. Damit bricht uns natürlich ein Großteil des Umsatzes weg, der mit dem Werkstattbetrieb nicht aufgefangen werden kann. Wir beraten uns gerade intern, ob wir auf Kurzarbeit umstellen müssen. Unsere Mitarbeiter zeigen sich aber sehr solidarisch in dieser Situation und nehmen zum Beispiel überschüssige Urlaubstage. Wir unternehmen Aufstockungen im Rahmen gesetzlicher Möglichkeiten, damit alle Mitarbeiter mit möglichst wenig Einschnitten in der gerade psychologisch belastenden Phase ihren Lebensunterhalt stemmen können. Wir wissen aber nicht, wie es weitergeht, und müssen von Tag zu Tag denken. Was eventuelle weitere Maßnahmen noch für Auswirkungen haben, können wir nicht abschätzen. Wir stehen aber voll hinter unseren Angestellten; zum Beispiel haben wir erst vor ein paar Tagen neue Mitarbeiter eingestellt, denen wir schon eine Jobzusage gegeben haben. Gute Leute muss man einstellen – irgendwann ist die Krise ja wieder vorbei.

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